Formel-1-Simulatoren fahren

Wer einmal in einer Spielhalle war, wird sicher auch einen der Simulatoren gesehen haben. Sie sehen aus wie ein halber Rennwagen, haben ein einfaches Lenkrad, Pedale und einen Bildschirm. Gefahren wird auf Strecken, die eigens für das Spiel gestaltet wurden. Diese Videospiele machen zwar Spaß, aber sie haben nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten.

Die Rennsimulatoren für Profis hingegen sind eher mit entsprechenden Modellen für Flugpiloten zu vergleichen. Das Fahrzeug wird von hydraulischen Motoren gesteuert, um das Rennverhalten so praxisnah wie möglich zu gestalten. Da hebt sich das Autos auch schon mal an, wenn der Fahrer zu schnell in die Kurve geht und die Curbs berührt.

Sogar Beschleunigung wird simuliert

Was auf den ersten Blick wie ein gut gemachtes Videospiel aussieht, ist Hightech pur. Ein echter Formel-1-Simulator kostet einige Millionen Euro, kann dafür aber selbst die Beschleunigung simulieren, bis zu 2 g. Das ist zum Beispiel wichtig, wenn Piloten den Start üben wollen.

Zu Hause wird man sich die Anlage kaum hinstellen wollen, alleine der 49-Zoll-Curved-HD-Monitor kostet beim Model der österreichischen Firma Pregartner ein Vermögen. Die Ingenieure aus dem Alpenland versuchen, die Realität so weit wie möglich nachzubauen. Auch Profis kommen immer wieder vorbei, um hier zu trainieren.

Im Wohnzimmer das Pedal durchtreten

Man kann als Laie solche Simulatoren auf Messen sehen und gegen einen kleinen Betrag auch selbst ein paar Runden drehen. Wer will, kann sich sogar einen Rennoverall, Handschuhe und einen Helm ausleihen.

Die Formel-1-Teams haben ebenfalls ihre eigenen Simulatoren, auf denen die Fahrer sich die Streckenverläufe einprägen und trainieren können. Meistens geht es um die Optimierung: Wie kann man eine Kurve noch besser nehmen, wo ist der ideale Anbremspunkt, wann sollte beschleunigt werden?

Wer dennoch zu Hause trainieren will, kann sich auch für etwa 1000 Euro einen von der FIA lizenzierten Simulator für die Playstation sowie ein eigens dafür konstruiertes Lenkrad und Pedale kaufen. Dann sitzt man vor dem Fernseher wie Vettel beim Start von der Poleposition.